Die Lebensmittelverschwendung

Weltweit wird ein Drittel der Lebensmittel verschwendet. Das sind jährlich 1,2 Milliarden Tonnen. Dieses Problem wird nicht nur durch den Verbraucher verursacht, auch, wenn er in der EU mit 41% den größten Anteil an der Lebensmittelverschwendung hat, sondern auch die Politik, die Lebensmittelerzeuger- und Konzerne sowie Supermärkte und Restaurants sind mitverantwortlich. Die Gründe, genießbare Lebensmittel zu entsorgen, sind dabei vielseitig. Sie reichen von falscher Förderpolitik und Vermarktungsreformen über die industrielle Massenproduktion, vorportionierte Verpackungen, einem Überangebot an perfekter, frischer vielfältiger Ware in Supermärkten, unreflektiertem Kaufverhalten der Verbraucher und der Fehlinterpretation des Mindesthaltbarkeitsdatum, was zu einer übertriebenen Vorsicht im Umgang mit Lebensmitteln führt. Ebenso vielfältig und gravierend sind Folgen der Lebensmittelverschwendung. Stetig steigt die Nachfrage an Rohstoffen. Mit jedem entsorgten Lebensmittel werden auch Unmengen an Energie, Wasser, Boden- und auch Waldfläche verschwendet. Die Meere werden überfischt. Die Rohstoffpreise steigen und locken Nahrungsmittelspekulanten an. Besonders hart leiden die Menschen in ärmeren Ländern an den Folgen der Lebensmittelverschwendung, die ihren Ursprung aber besonders reichen Ländern hat. Steigender Hunger, zunehmende Arbeitslosigkeiten und Unruhen sind nur einige Beispiele.

Die folgende Arbeit setzt die Ursachen der Lebensmittelverschwendung, eingeteilt nach den unterschiedlichen Bereichen und Stationen der Konsumkette von der Politik zum Verbraucher, den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen gegenüber. Die vielseitigen kausalen Zusammenhänge und Beziehungen von Faktoren werden verdeutlicht und visuell unterstützt.

Information Design | Methodologie | 2011/2012 | Hochschule Anhalt, Master