Die auditive Wahrnehmung der Lebewesen

Die methodologische Auseinandersetzung beschäftigt sich mittels Infografiken mit dem Hörsinn der Lebewesen. Dabei wird sich in erster Linie mit dem Phänomen Schall befasst. Es erfolgt eine Betrachtung der Schall erzeugenden Organe der Tiere, die entsprechend in Wirbeltiere und Wirbellose eingeteilt werden. Demgegenüber stehen die Hörorgane. Dazwischen wird der Stimmumfang und Hörbereich für einige Beispielarten der Tierklassen dargestellt. Auch der Mensch wird als Beispiel aufgeführt und kann mit den verschiedenen Tierarten verglichen werden. Hier wird deutlich, dass er vielen Säugetierarten in der auditiven Wahrnehmung unterlegen ist. Elefanten und Wale sind beispielsweise in der Lage niederfrequenten Infraschall wahrzunehmen. Fledermäuse und Zahnwale orientieren und jagen dagegen mit hochfrequenten Ultraschall. Diese tierischen Supersinne werden auf der zweiten Schautafel beschrieben und visualisiert. Die außergewöhnlichen Sinne der Tiere können uns Menschen wiederum als Inspiration dienen, was im wissenschaftlichen Bereich der Bionik bereits genauer betrachtet und angewendet wird.

Als ein Problem ist aber der zunehmende anthropogene Lärm zu sehen, der Tiere in den Meeren und Städten schädigt. Der Unterwasserlärm hat sich seit den 1960er-Jahre jede verdoppelt. In den Städten zwingt Straßen- und Baulärm Vögel dazu ihre Gesänge zu verändern, um sich akustisch gegen die lauten menschlichen Geräusche durchzusetzen.

Diese Arbeit möchte über das Hörvermögen der Lebewesen informieren und aufklären, damit die auditive Wahrnehmung von Tieren in Lärmminderungsprogrammen berücksichtigt wird. Das Ziel ist es das Netzwerk an Lebensformen unserer Erde besser zu verstehen und zu achten.

Information Design | Methodologie | 2012 | Hochschule Anhalt, Master